Rugby Spieler
Die Props
Die Props sind diejenigen haarigen Individuen, welche das Getümmel (Maul)
zulezt verlassen und die Bar als erste stürmen. Während des Spiels grunzen
sie glücklich im Herzen des Gedränges (Scrum) und des Getümmels
(Mauls), und hoffen darauf, halbwegs auch mal einem anständigen Ball zu den
Verteidigern (Backs) spielen zu können.
Der Hakler (Hooker)
Das Schöne daran, ein Hakler zu sein, ist, dass man immer die Gelegenheit
hat zu spielen, weil nur Wenige diese Rolle bekleiden wollen. Viele Klubs haben
eine Menge Dreiviertel-Spieler (Centers), Flügel (Wingers) oder Verbinder (Fly-halfs),
aber sie sind sehr froh, wenn sie es schaffen, auch nur einen einzigen echten Hakler
auf dem Feld zu haben. Hakler kann man nicht werden, als Hakler wird man geboren,
ohne Hals, mit krummen Beinen und langen Armen.
Die zweite Reihe (Locks)
Die Stürmer in der zweiten Reihe sind jene grossen und engelsgleichen Wesen,
die dazu da sind, jegliche Kämpfe auf dem Schlachtfeld zu beenden. Sie
sind nicht so schlau wie die Spieler der dritten Reihe; sie sind stolz auf die
Verbrechen, die sie während eines “Line outs” begehen; verborgen
von den Blicken des Schiedsrichters hinter der gegnerischen hünenhaften
zweiten Reihe.

Die Flanker sind sehr schnell; sie rennen über das ganze Feld und stoppen
und tackeln alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Normalerweise benehmen
sie sich auf eine mörderische Art und Weise, die der eines typisch neuseeländischen
Flankers gleicht. Sie haben die Tendenz sich oft zu verletzen und ausser Gefecht
gesetzt zu werden. Und wenn sie sich nach der Behandlung durch die Helfer wieder
erholt haben, werden sie durch Bandagen zusammengehalten und sie sind wild entschlossen, dieses Unglück nicht noch einmal geschehen zu lassen bis sie wieder …
Die Nummer 8
Die Nummer 8 ist eine ziemlich grosse Person, welche die Tendenz hat, sich im
Hintergrund des Gedränges aufzuhalten, immer bereit zuzuschlagen. Normalerweise
ist er ein entäuschter Gedrängehalb-Spieler (Scrum-half), der immer
versucht, einen Ball zu ergattern und sich durch den Gegner hindurch in die
Versuchszone zu stürzen, was meistens völlig misslingt.
Der Gedrängehalb-Spieler (Scrum-half)
Um Gedrängehalb zu sein, muss man nicht gross sein; es genügt, wenn
man einen tiefen Schwerpunkt hat und die Fähigkeit, während des ganzen
Spiels ohne Pause zu sprechen. Ein Gedrängehalb spricht auch noch, wenn
er bewusstlos am Boden liegt. Er spielt nie ein schlechtes Spiel. Wenn er mal
Scheisse baut, ist es nicht seine Schuld: “Die dritte Reihe hat ihm einen
unmöglichen Ball zugespielt, ohne ein Minimum an Schutz”. Wenn er
aber ein gutes Spiel macht, sagt man: “Wer würde nicht gut spielen
hinter so einem Gedrängehalb!”.
Der Verbinder (Fly-Half)
Idealerweise sollte der Verbinder gut gebaut sein, mit gepflegten Manieren und
blonden, modisch gefönten Haaren – wenn er auch noch spielen kann umso
besser. Es gibt zwei Typen:
1. Entweder kickt der Verbinder den Ball ausschliesslich, ohne ihm je zu folgen.
Er zieht es vor, das bunte Treiben von aussen zu verfolgen, anstatt sich die
Hände schmutzig zu machen.
2. Oder, er rennt und passt mit der Hand, und hat noch nie von taktischen Kicks
gehört. Es macht Spass mit ihm zu spielen, doch spielt man nur von Seitenlinie
zu Seitenlinie.
Um ein guter Verbinder zu sein, sollte man ein Spiel gut lesen und schnell die
Situation überblicken können – und ein guter Freund des Präsidenten
sein.
Die Dreiviertel-Spieler (Centers)
Es ist die verworrenste von allen Positionen im Rugby. Der Innendreiviertel
(Inside Center) von robuster Statur hält sich für den Spezialisten
im Zweikampf. Der Aussendreiviertel (Outside Center) ist unweigerlich ein verkannter
Verbinder (Fly-half). Während eines Spiels sind die Dreiviertel glücklich,
wenn der Verbinder (Fly-half) das Feld auf der Bahre verlässt – natürlich
nachdem er von einem Dreiviertel einen Spitalpass erhalten hat.
Die Flügel (Wingers)
Um Flügel zu spielen, braucht man drei grundlegende Eigenschaften:
1. Geschwindigkeit,
2. Gleichgültigkeit gegenüber dem Nichtstun,
3. Neigung, mit einem Mädchen zu flirten. Übrigens ein Talent, welches
sich vor allem an der Seitenlinie ent- wickelt.
Viele Flügel sprechen von ihren erfolgreichsten Spielen, wenn sie die Zahl
der Verabredungen aufzählen und nicht die erzielten Versuche (Tries). Kürzlich
wurde durch einen besonders talentierten Flügel ein neuer Rekord aufgestellt,
als er in der ersten Halbzeit fünf Rendez-vous verabredete und sich nach
der Pause mit der sechsten Dame verlobte.
Der Schluss-Spieler (Full-back)
Eine Position, die sehr umworben und geliebt wird von Spielern mit breiten Schultern.
Sie haben das Motto: “Ehre oder Tod”! Auf der Schlussposition gibt
es längere Phasen, in denen nichts läuft. Der Schluss-Spieler behauptet,
diese Pausen hätten taktische Gründe; in Wahrheit wollen sie sich
nur heraushalten. Einen Schluss-Spieler erkennt man am theatralischen Ruf: “Mein
Ball!”.
Der Trainer (Coach)
Er scheint, alle Taktiken und Regeln zu verstehen. Er verbringt seine Zeit damit,
vorherbestimmte Spielzüge zu planen und zu entwerfen. Er schreibt sich
den Verdienst für die erzielten Punkte zu, auch wenn seine Spielzüge
nicht funktioniert haben. Für gewöhnlich ist der Trainer ein ehemaliger
Nationalspieler oder eine rachsüchtige Person, die Vergeltung sucht, vor
allem während des Konditionstrainings.